Nachruf für Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A.

Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A.

(*21.12.1958    †26.11.2016)

 

„Wer etwas Großes leisten will, muss tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden und standhaft beharren.“                                                     Friedrich Schiller

 

Durch den Tod von Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A. verließ uns ein Mann, der solch Großes geleistet hat. Sein Intellekt und unstillbarer Forscherdrang lassen sich allerdings nicht allein an seinem Titel ablesen – es steckt noch viel mehr dahinter.

Bereits bei der Wahl seiner Studienfächer zeigte Altendorfer ein vielseitiges Interesse. Germanistik, Geschichte, Politische Wissenschaften und Soziologie, diesen vier anspruchsvollen Studiengängen stellte sich der junge Mann und konnte anschließend erfolgreich promovieren. Auch der berufliche Werdegang verlief geradlinig und doch nicht alltäglich; von seiner ersten Anstellung bei der CDU über eine Mitgliedschaft als Geschäftsführer der Kirch-Gruppe führte ihn sein Weg schließlich an der Hochschule Mittweida mit der Professur Publizistik / Kommunikationswissenschaften. Hier legte er den Grundstein zum „Mittweidaer Modell“ und baute es im Laufe der Jahre immer weiter aus. Getreu dem Motto „Vormittags studieren – nachmittags produzieren“ werden so bis heute Semester für Semester zahlreiche Studenten auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Altendorfers Modell ermöglicht den jungen Menschen eine nie dagewesene Möglichkeit, interdisziplinär und praxisnah zu studieren. Die große Nachfrage führte 2003 zur Gründung der Medienfakultät als eigenständiger Bereich.

Neben seiner Tätigkeit als Studien- und Prodekan der Fakultät Medien, der Beteiligung an zahlreichen wissenschaftlichen Projekten sowie seiner Mitgliedschaft in Vorständen und Verbänden der Branche, füllte Altendorfer auch die Position als Direktor der Mitteldeutschen Journalistenschule aus. Weiterhin publizierte er Fachliteratur, Aufsätze und Lehrbücher. Er trug damit zusätzlich zur Verbreitung und Erhaltung neuer Erkenntnisse bei.

Professor Otto Altendorfer drang tief in die Welt der Wissenschaften ein und machte sie anderen begreifbar. Er unterschied scharf und trennte zukunftsträchtige Innovation von wunschträumerischer Spinnerei. Er verband vielseitig und beharrte standhaft, indem er den Dreiklang aus „Medien analysieren – reflektieren – produzieren“ im Mittweidaer Modell nachhaltig umsetzte. Alle Lehrenden, Mitarbeiter und Studierenden der Hochschule sind Professor Altendorfer zu großem Dank verpflichtet und werden ihn und sein außergewöhnliches Engagement stets in guter Erinnerung behalten.

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