Vom Sportschuh zum Luxusobjekt – Der Hype um Sneaker

Egal ob Nike, Adidas oder Puma: Schon seit einigen Jahren herrscht ein unglaublicher Hype um Sneaker. Denn mittlerweile sind die begehrtesten Modelle zu echten Wertanlagen und Spekulationsobjekten geworden. Und ich muss zugeben: Auch mich hat das Sneakerfieber gepackt. Mein Puls steigt, als ich auf die Uhr gucke. Kurz vor neun. Nur noch ein paar Sekunden. Wie gebannt starre ich auf mein Handy und aktualisiere die Website noch ein letztes Mal. Dann ist es soweit. Die Website schwingt um, der Hintergrund wird beige, zu sehen sind jetzt nur noch das Firmenlogo, ein Hinweis auf die Social Media Kanäle und in der Mitte prangt der Satz: „You are currently in a queue and will be directed to the site shortly.“. Ich befinde mich also in der Warteschlange.

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Freibadzeit

Endlich ist es wieder soweit. Nach langer Zeit öffnet das Weender Freibad wieder seine Tore. Für mich ein absolutes Highlight, denn mit dem Freibad verbinde ich viele tolle Sommer in meiner Stadt.

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Brand statt Strand

Der Sommer 2018 ist nicht nur für Winterliebhaber, Bauern und Verleugner des Klimawandels der Horror. Auch ältere Menschen klagen über Kreislaufbeschwerden und Urlauber im Südwesten Europas leiden unter Temperaturen von bis zu 46 Grad. Auf die anhaltende Trockenheit folgen weltweit zahlreiche Brände, was nicht nur sonnengerötete Haut, sondern vor allem Wälder und Landschaften betrifft.

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Bewirb dich jetzt!

Bis 15. März 2019 können sich Bachelorstudierende der Hochschule Mittweida wieder für ein Volontariat an der Mitteldeutschen Journalistenschule bewerben.

Das Volontariat beginnt offiziell im März 2019 und befähigt Studierende der Studiengänge Medienmanagement, Media and Acoustical Engineering und Medieninformatik und Interaktives Entertainment zu einer Tätigkeit als freier Journalist oder Redakteur bei Print, TV, Radio und bei Onlinemedien. Ausbildungsschwerpunkte sind Recherche, Text und Konzeption sowie crossmediales Storytelling. Das Volontariat verläuft 18 Monate für Bachelorstudenten und endet mit einem durch den DJV Sachsen anerkannten Zertifikat. Die MJS bietet aktuell maximal 10 Teilnehmerplätze an.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. März 2019. Im Anschluss finden Bewerbungsgespräche statt. Im Onlineformular müssen für die Bewerbung ein tabellarischer Lebenslauf, ein Motivationsschreiben mit Hintergrundinformationen zur Befähigung des Bewerbers sowie Arbeitsproben (sofern vorhanden) hochgeladen werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mjs-mw.de.

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen!

Die heiße Liebe zur Musik

Musik begegnet uns tagtäglich. Wir hören sie im Radio, im Fernsehen oder in unserer Wohnung, wenn der Nachbar die Boxen wieder mal zu laut aufgedreht hat. Aber es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben der Musik widmen. Nicht auf der Bühne oder in Clubs, sondern in der Kirche. Kantoren sind die Menschen, die für die Musik in den Gemeinden verantwortlich sind. Es sind Kirchenmusiker wie Christiane Sander, in denen das heiße Feuer der Leidenschaft für die Musik brennt. weiterlesen →

Der lange Weg zum Neuanfang – Eine Schule zieht um

Bäume statt Beton, Singvögel statt Straßenlärm – was sich viele Eltern und Lehrer für ihre Schulkinder wünschen, ist an der Auer Heidelsbergschule noch Wirklichkeit. Umgeben vom grünen Blätterdach des Waldes, an einem Ort, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, steht das große, dreiflügelige Gebäude. Grau-braunes Mauerwerk geht nach oben hin in Fachwerk über. Und könnten die Steine sprechen, hätten sie wohl so manche Geschichte zu erzählen. Doch jetzt, knapp 50 Jahre nach Gründung der Bildungseinrichtung, wird es bald vorbei sein mit dem Lernen im Grünen.

Ursprünglich als HJ-Heim errichtet, beherbergte die Grundschule auf dem Heidelsberg stattdessen Generationen von Schülern.

Die Schulglocke läutet zur nächsten Stunde. In Regalbrettern stehen Schulranzen und Kinderhausschuhe in den verschiedensten Farben und Größen ordentlich aufgereiht und an
den Wänden hängen Bilder aus dem Kunstunterricht. Blumen und Käfer haben die Schüler gemalt, passend zur Jahreszeit. Auf den ersten Blick könnte man meinen, sich hier in einer
ganz normalen Grundschule zu befinden, wie es sie zu tausenden in Deutschland gibt. Tritt der Besucher aber durch die Türen rechts vom Gang in eines der Klassenzimmer und schaut
dort einmal aus dem Fenster, dann sieht er: Natur in ihrer reinsten Form. Büsche, Nadelbäume und den Stamm einer Birke, in den sich ein fleißiger Specht bereits mit einem
Loch verewigt hat. An seltenen Tagen äugt sogar ein schüchternes Reh vorsichtig von draußen in das Klassenzimmer.

Einblick ins Schulinnere und eines der Klassenzimmer

Ein Gebäude mit Geschichte…
Bereits 1964, als die Schule auf dem Heidelsberg eröffnet wird, können die Schüler die frische Waldluft und das Zwitschern der Vögel genießen. Damals noch unter dem Namen
„Polytechnische Oberschule Artur Becker“, beherbergt das Gebäude die Klassenstufen 1-8. Der Unterricht findet selbstverständlich auch samstags statt und die Schüler laufen zu Fuß,
statt von den Eltern oder dem Bus gebracht zu werden. „Die Jahrgänge waren sogar vierzügig, mit bis zu 32 Schülern je Klasse“, erinnert sich Sekretärin Andrea Tetzner, die hier
vor Jahrzehnten selbst die Schulbank drückte. „Im heutigen Musikzimmer war damals ein großer Speisesaal untergebracht, in dem wir noch jeden Tag ein warmes Schulessen
bekamen. Auch hatte jede Klasse eine ‚Patenbrigade‘, also zum Beispiel eine Abteilung in einem ortsansässigen Unternehmen, welche die Schüler ab und zu besuchte oder zu ihren
Firmenjubiläen einlud.“ Auch an das Schulpferd namens Shorty, das im Winter mit dem Schlitten, im Sommer mit dem Wagen den einen oder anderen Schülertransport ermöglichte, können sich wohl nur noch die Absolventen der ersten Jahrgänge erinnern.

Ein alter Waschraum, der heute jedoch nicht mehr genutzt wird

…die Spuren hinterlässt
Heute reichen den Grundschülern vier der 14 Klassenräume, sowie das Kunstzimmer und die Turnhalle. Ein großer Teil des Gebäudes, welches weiträumig mit zwei Etagen angelegt
wurde, steht deshalb auch leer. Oberschüler werden hier schon lange nicht mehr ausgebildet und die Zahl der Lehrer sank im Vergleich zu Gründungszeiten von 26 auf
lediglich fünf, inklusive Schulleiterin. Doch nicht nur in Bezug auf die Klassenstärke zeigten sich über die Jahre starke Veränderungen. Auch das Gebäude an sich weist mittlerweile
deutlich sichtbare Alterserscheinungen auf. Bereits beim Betreten des Foyers hat der Besucher den typischen Geruch alter Gemäuer in der Nase. Ein Blick in die leerstehenden
Klassenräume der oberen Etage bestätigt: auch hier nagt deutlich der Zahn der Zeit. Was einem im Museum Historik und Authentizität vermittelt, bereitete den Bauplanern der Stadt

Aue im konkreten Fall allerdings eher Kopfzerbrechen. Doch welche Alternative gibt es zu den angeschlagenen 4,5 Mio. Euro Sanierungskosten?

Vergangenheit trifft auf Gegenwart – wie an so vielen Stellen im Schulgebäude.

Bürgerschule – Berufsschule – Grundschule?
Eine mögliche Antwort darauf liegt nur sechs Autominuten entfernt, an der Schwarzenberger Straße. Hier errichtete man bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die
erste städtische Bürgerschule. Benannt ist diese nach dem Schweizer Pädagogen Pestalozzi und auch dieses Gebäude, mit der hellen Außenfassade und den zwei separaten Eingängen
für „Mädchen“ und „Knaben“, durchlief bereits zahlreichen Stationen der Schulgeschichte. Beherbergt es 1919 noch die Volkshochschule, mit kostenlosen Lehrgängen für die
interessierte Bevölkerung, wird es später auch für die Schüler aus der nahem Umgebung, als Gymnasium und zwischenzeitlich sogar Jugendherberge genutzt. Zuletzt findet ein
Berufsschulzentrum hier seinen Platz, bis es 2012 auszieht und das Gebäude leer steht. Doch kurz darauf gibt es bereits neue Pläne. Vormalig vom Landkreis genutzt fällt die
Pestalozzischule nun wieder in die Verantwortlichkeit der Stadt Aue – und soll nach Möglichkeit auch weiterhin als Schule fortbestehen. Für viele ist darum naheliegend: statt
knapp 4,5 Millionen in die Instandsetzung der Heidelsbergschule zu stecken, quartieren wir die Schüler doch in die „Pesta“ um. Die Kosten für die Teilsanierung lägen damit knapp 2
Millionen niedriger. Doch schnell soll sich zeigen: Geld ist eben nicht alles.

Eine Stadt in Aufruhr
Denn schon kurz nach Bekanntwerden der geplanten Maßnahme, regt sich deutlicher Widerstand. Eltern, ehemalige Schüler und insbesondere die Parteivertreter der „Freien
Wähler Aue“ zeigen sich bestürzt und entrüstet über eine mögliche Verlegung der Schüler in ein so großes und straßennahes Gebäude. Ihr Standpunkt: „Hier sollen die Kinder aus der
Natur zu Lärm, Schmutz und Abgase[n] gebracht werden.“ Schnell bilden sich zwei Fronten. Während der Stadtrat und die Mehrheit der Parteien vor allem die finanziellen Vorteile einer

Verlegung im Blick haben, verteidigen die Befürworter des Standortes auf dem Heidelsberg die ruhige Lernatmosphäre inmitten der Natur. Sogar eine Facebook-Initiative „Für den
Erhalt der Heidelsbergschule“ wird gegründet. Einige der Befürworter verweisen zudem auf den längeren Schulweg für die Kinder, fragen nach konkreten Plänen für die weitere Nutzung
des Gebäudes im Falle einer Schließung. Die Gegenseite erinnert an Probleme im Winter, wenn die Beräumung der selten befahrenen Waldwege zur Schule Sorgen bereitet. Im
November 2013 fällt schließlich in einer Verhandlung mit den betroffenen Eltern und Lehrern die Entscheidung. Bereits am folgenden Tag ist in der Freien Presse zu lesen: „Die
Schulkonferenz […] hat sich mehrheitlich für das Gebäude der einstigen Pestalozzi-Schule als neuen Standort der Bildungseinrichtung in dem Auer Stadtteil ausgesprochen.“

Die Pestalozzischule steht bereits seit über 115 Jahren an der Schwarzenberger Straße in Aue.

Aus alt wird neu
Ab offiziellem Baubeginn 2015 informiert die Lokalzeitung regelmäßig über Planung und Umsetzung der „neuen“ alten Schule. Zahlreiche Vorgaben, wie der Einbau von
Brandschutztüren, aber auch eines barrierefreien Aufzugs, müssen dabei im Blick behalten werden. Da das Gebäude für die vier Klassen allein viel zu groß wäre, wird außerdem
zunächst nur ein Teil genutzt, um die zukünftigen Unterrichtsräume der Grundschüler einzurichten. Nach Ansicht der Bauleiter können diese sich allerdings schon auf ihr neues
Lernumfeld freuen. „Es gibt viel größere Klassenzimmer für die Schüler und auch allgemein ist die Bausubstanz einfach besser erhalten.“
Auch Aula und Turnhalle stehen nun zur Verfügung, der Vorplatz kann als Pausenhof genutzt werden.

Die Bautafel informiert über die Teilsanierung, welche finanziell vom Programm “Stadtumbau Ost” unterstützt wird.

Umzug im großen Stil
Bis Anfang Juli sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, sodass das Gebäude pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung steht. Die 19 Erstklässler können dann ihre
Zuckertüten bereits in der frisch renovierten Aula in Empfang nehmen. Bis dahin heißt es für die Lehrer und alle Helfer allerdings erst noch: sortieren, ausräumen
und Umzugskisten packen. Etliches an Schuleinrichtung wurde zwar neu angeschafft, doch ein Teil der Möbel, viele Unterlagen und Bücher gehen mit ins neue Gebäude.
Es werden zwar keine Rehe mehr ins Klassenzimmer äugen, den einen oder anderen Specht, zahlreiche andere Vogelarten und sogar vorwitzige Eichhörnchen kann man aber auch hier
entdecken. Und dann gibt es da ja noch die vielen gestalteten Bilder der Grundschüler, mit denen sie selbst auch ein Stück Natur in ihre neue Umgebung bringen: Schmetterlinge,
Käfer, Blumen, ganz passend zur Jahreszeit.

Ein Beitrag von Lydia Schubert

Die Neuen sind da!

Herzlich willkommen den neuen Volontären der Mitteldeutschen Journalistenschule
„Ich erhoffe mir spannende Projekte, bei denen ich mein theoretisches Wissen vertiefen und in der Praxis anwenden kann“, freut sich Elisa Paul auf das Volontariat an der Mitteldeutschen Journalistenschule (MJS). Sie und 12 weitere Studierende der Fakultät Medien haben ihr Volontariat im Februar begonnen.

Die „Klasse 2017“ wurde von Prof. Dr. Michael Hösel, Dekan der Fakultät Medien begrüßt, der sich über das hohe Interesse an der studienbegleitenden Zusatzqualifikation freut. Michael Hiller, Geschäftsführer des DJV Sachsen gab zudem Einblicke in seine langjährige journalistische Praxis und sieht in der Zusammenarbeit mit der MJS auch wichtige Nachwuchsarbeit. Zehn Bachelorstudierende und drei Masterstudierende widmen sich nun in ihrem Volontariat intensiv den journalistischen Arbeitstechniken und der Forschungspraxis. Mit dem „Brexit“, Donald Trump, der Bundestagswahl 2017, Wirtschaftsskandalen und weltweiter Migrationsbewegung gibt es genügend Themen, mit denen sich die Studierenden von Medienmanagement und Media and Communication Studies auseinandersetzen können. Dabei wird in der Ausbildung vor allem Wert auf medienübergreifende Formate gelegt. „Journalistische Kenntnisse sind in der Medienwelt zwangsläufig von Nöten, vor allem in einer Zeit, in der „Fake News“ immer größere Reichweiten erzielen“ betont Luca Schmitt-Walz.
Wir wünschen den Volontären viel Erfolg beim Volontariat!

Nachruf für Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A.

Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A.

(*21.12.1958    †26.11.2016)

 

„Wer etwas Großes leisten will, muss tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden und standhaft beharren.“                                                     Friedrich Schiller

 

Durch den Tod von Prof. Dr. phil. Otto Altendorfer M.A. verließ uns ein Mann, der solch Großes geleistet hat. Sein Intellekt und unstillbarer Forscherdrang lassen sich allerdings nicht allein an seinem Titel ablesen – es steckt noch viel mehr dahinter.

Bereits bei der Wahl seiner Studienfächer zeigte Altendorfer ein vielseitiges Interesse. Germanistik, Geschichte, Politische Wissenschaften und Soziologie, diesen vier anspruchsvollen Studiengängen stellte sich der junge Mann und konnte anschließend erfolgreich promovieren. Auch der berufliche Werdegang verlief geradlinig und doch nicht alltäglich; von seiner ersten Anstellung bei der CDU über eine Mitgliedschaft als Geschäftsführer der Kirch-Gruppe führte ihn sein Weg schließlich an der Hochschule Mittweida mit der Professur Publizistik / Kommunikationswissenschaften. Hier legte er den Grundstein zum „Mittweidaer Modell“ und baute es im Laufe der Jahre immer weiter aus. Getreu dem Motto „Vormittags studieren – nachmittags produzieren“ werden so bis heute Semester für Semester zahlreiche Studenten auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Altendorfers Modell ermöglicht den jungen Menschen eine nie dagewesene Möglichkeit, interdisziplinär und praxisnah zu studieren. Die große Nachfrage führte 2003 zur Gründung der Medienfakultät als eigenständiger Bereich.

Neben seiner Tätigkeit als Studien- und Prodekan der Fakultät Medien, der Beteiligung an zahlreichen wissenschaftlichen Projekten sowie seiner Mitgliedschaft in Vorständen und Verbänden der Branche, füllte Altendorfer auch die Position als Direktor der Mitteldeutschen Journalistenschule aus. Weiterhin publizierte er Fachliteratur, Aufsätze und Lehrbücher. Er trug damit zusätzlich zur Verbreitung und Erhaltung neuer Erkenntnisse bei.

Professor Otto Altendorfer drang tief in die Welt der Wissenschaften ein und machte sie anderen begreifbar. Er unterschied scharf und trennte zukunftsträchtige Innovation von wunschträumerischer Spinnerei. Er verband vielseitig und beharrte standhaft, indem er den Dreiklang aus „Medien analysieren – reflektieren – produzieren“ im Mittweidaer Modell nachhaltig umsetzte. Alle Lehrenden, Mitarbeiter und Studierenden der Hochschule sind Professor Altendorfer zu großem Dank verpflichtet und werden ihn und sein außergewöhnliches Engagement stets in guter Erinnerung behalten.

Kontakt

Mitteldeutsche Journalistenschule (MJS)
Technikumplatz 17
09648 Mittweida

 

Tel.: +49 (0)3727 58-1681
Fax: +49 (0)3727 58-1439
E-Mail: info@mjs-mw.de